Frauke Bergemann

Fotokompositionen

Sonyfolge

Ich bezeichne meine Fotografien als Fotokompositionen. Der Arbeitstitel ist Two in One und war im Ergebnis zu 80 Prozent ein überlanges Hochformat. Das Format sollte den Schwenk im Film nachempfunden werden … beginnend vor meinen Füßen bis hinauf in den Himmel. Mit einem nahen und übergroßen Gegenstand im Vordergrund, dessen Bedeutung durch ein Geschehen im Hintergrund verstärkt wird. Die ersten Arbeiten entstanden 1995. Für ihre geplanten Übergrößen brauchte ich eine entsprechende Datenmenge, die mit einem einzigen Kleinbilddia nicht zu erreichen ist. Außerdem sollten Vorder- und Hintergrund gleich scharf abgebildet werden, da ja von gleicher Bedeutung. Es gibt auch kein Weitwinkel, das den Spagat schafft und ohne Verkrümmungen auskommt. Daher war eine Reihe von Fotos die beste Wahl, mit anschließender Fummelarbeit am Computer. Am Beispiel des Ausgangsmaterials einer 2003 entstandenen analogen Aufnahme lässt sich der Arbeitsaufwand ganz gut nachempfinden.

Bei der Aufnahme im Sonycenter reizte mich die Höhe, die Eleganz und Leichtigkeit der Kuppel sowie die Präzession der Architektur. Sie steht im Gegensatz zum gesteiften T-Shirt, dessen Streifen an der Naht versetzt sind. Für meine Mutter, eine geschickte Näherin, wäre das nicht denkbar gewesen.


I call my photographs photocompositions. The working title is Two in One and the result was 80 percent of the long portrait format. The format was to mimic the pan in the film...starting at my feet all the way up to the sky. With a nearby and oversized object in the foreground, the importance of which is reinforced by what is happening in the background. The first works were created in 1995. For their planned oversizes, I needed a corresponding amount of data, which cannot be achieved with a single 35mm slide. In addition, the foreground and background should be equally sharp, since they are of equal importance. There is also no wide angle that manages the balancing act and gets by without distortions. So a series of photos was the best choice, followed by fiddling with the computer. Using the example of the source material of an analog recording from 2003, the amount of work can be understood quite well.

When I took the picture in the Sony Center, I was attracted by the height, the elegance and lightness of the dome and the precession of the architecture. It contrasts with the striped t-shirt, which has stripes that are offset at the seam. That would have been unthinkable for my mother, a skilled seamstress.

11 Sonycenter